Eigene Plattform oder SaaS: wann sich was lohnt
Mailchimp, ActiveCampaign, Klaviyo oder eigene Infrastruktur? Eine ehrliche Einordnung, wann welche Variante wirtschaftlich Sinn ergibt.
"Sollen wir eine eigene Mail Plattform bauen oder bei Mailchimp bleiben?" Diese Frage bekommen wir regelmäßig. Die Antwort ist nicht "immer eigene Plattform", sondern hängt an drei nüchternen Faktoren.
Wann SaaS klar gewinnt
Bei niedrigem Volumen (unter ~50.000 Versendungen/Monat) und einer klassischen Newsletter Strategie ohne Sonderwünsche ist eine SaaS Lösung schwer zu schlagen. Du zahlst 20 bis 50 € im Monat, hast Templates, Automations und Reporting eingebaut. Der eigene Server würde mehr kosten als das SaaS Abo.
Wann eine eigene Plattform Sinn ergibt
Drei Schwellen, die den Wechsel rechtfertigen:
- Volumen über 500.000 Versendungen/Monat: ab hier wird SaaS teurer als Eigenbetrieb (Faustregel: ~0,001 €/Mail eigene Infrastruktur vs. 0,003 bis 0,008 €/Mail bei SaaS)
- Datenhoheit als Verkaufsargument: wenn deine Kunden DSGVO-Garantien brauchen, die kein US-Anbieter geben kann
- Sonderlogik: Triggermails mit eigener Geschäftslogik, Lead Scoring auf eigenen Daten, oder integrierte Affiliate Tracking Pfade
Was eigene Infrastruktur wirklich kostet
Nicht nur die Server. Dazu kommen Bounce Verarbeitung, IP-Reputation Pflege, Blacklist Monitoring, Deliverability Optimierung. Wer das unterschätzt, baut sich eine Plattform mit 30 % Inbox Rate.
Unser Ansatz: Wir bieten beides, eigene Plattform für die, die sie wirklich brauchen, und beratungsstarke SaaS Strategien für die, denen sie reicht. Ehrliche Empfehlung statt Vendor-Lock-in.