Deepfakes
Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugte Medieninhalte, in denen Gesichter, Stimmen oder ganze Szenen täuschend echt manipuliert werden.
Auch bekannt als: KI Fälschungen, Synthetische Medien
Deepfakes sind Bild, Video oder Audioaufnahmen, die durch generative KI Modelle erzeugt oder verändert wurden. Das Ergebnis wirkt täuschend echt: ein Promi sagt Sätze die er nie gesprochen hat, eine Stimme spricht einen Text der nie aufgenommen wurde. Die Technik ist in wenigen Jahren von Forschungslaboren in Endkundentools gewandert.
Wie Deepfakes entstehen
Hinter der Technik stehen meist neuronale Netze, häufig generative adversariale Netzwerke oder diffusionsbasierte Modelle. Sie lernen aus echten Aufnahmen das Aussehen einer Person, die Klangfarbe einer Stimme oder die Bewegungen eines Gesichts. Mit dem trainierten Modell lassen sich dann beliebige neue Inhalte erzeugen, in denen diese Person Dinge tut oder sagt, die nie passiert sind.
Wo Vorsicht geboten ist
Im Marketing tauchen Deepfakes als Risiko und als Werkzeug zugleich auf. Risiko: Betrugsmaschen, Identitätsdiebstahl, Reputationsschaden, gefälschte Testimonials. Werkzeug: lokalisierte Werbespots ohne erneuten Dreh, Sprachsynthese für Servicebots, virtuelle Markenbotschafter. In beiden Fällen sind Einwilligung, rechtliche Zulässigkeit und transparente Kennzeichnung Pflicht, denn die DSGVO und das Persönlichkeitsrecht setzen klare Grenzen.
Praxis im Marketing Alltag
Für seriöse Werbetreibende gilt: jede synthetische Person, jeder geklonte Promi, jede KI Stimme muss vorab geprüft sein. Stammt das Trainingsmaterial aus erlaubten Quellen, liegt die Einwilligung der gezeigten Person vor, ist die Kennzeichnung als KI Inhalt sichtbar. Wer Deepfakes im Werbemittel einsetzt sollte zusätzlich an die Wahrnehmung beim Empfänger denken, denn Vertrauen wird durch erkannte Täuschung schnell zerstört.