Prototyping
Methode zur frühzeitigen Erstellung einfacher Modelle eines Produkts, um Funktion, Bedienung und Akzeptanz zu testen.
Auch bekannt als: Prototyp Entwicklung, Rapid Prototyping
Prototyping ist eine Entwicklungs Methode, bei der frühzeitig einfache Modelle eines Produkts oder Features gebaut werden, um Funktion, Bedienung und Akzeptanz zu testen. Prototypen sind absichtlich unvollständig, da sie als Werkzeug für Erkenntnis dienen, nicht als fertiges Produkt. Die Methode ist Standard in UX Design, Produktentwicklung und agiler Softwareentwicklung.
Stufen von Prototypen
Prototypen reichen von Low Fidelity Skizzen auf Papier über klickbare Wireframes in Tools wie Figma bis zu High Fidelity Designs mit realistischer Optik und teilweise echter Funktionalität. Auch funktionale Code Prototypen, die im Backend bereits laufen aber UI mäßig nur Stub sind, gehören dazu. Welche Stufe geeignet ist, hängt von der Frage ab, die der Prototyp beantworten soll.
Wozu Prototypen dienen
Prototypen prüfen Hypothesen zu Nutzerverhalten, Bedienung, Funktionsumfang und technischer Machbarkeit, bevor signifikante Entwicklungsbudgets fließen. Sie liefern Argumente für Designentscheidungen, Grundlagen für Nutzer Tests und ermöglichen schnelle Iterationen ohne große Codebasis. Wer auf Prototyping verzichtet, baut Produkte oft am Nutzer vorbei und korrigiert Fehler erst nach teurem Live Launch.
Bezug zur Praxis
Im Marketing Alltag wird Prototyping vor allem bei Landingpages, Lead Funnels und neuen Webseiten Bereichen eingesetzt. Statt direkt die finale Seite zu bauen, entsteht zunächst ein Wireframe, der mit kleinen Nutzergruppen geprüft wird. Bei Newsletter Templates lohnt sich ein einfacher HTML Prototyp, der vor dem Roll out in unterschiedlichen E-Mail Clients getestet wird, da das spätere Nachbessern zeitintensiv ist.