Cross Platform Attribution
Zuordnung von Conversions zu allen Touchpoints einer Customer Journey, auch über mehrere Geräte und Kanäle hinweg.
Auch bekannt als: Multi Touch Attribution, Plattform übergreifende Attribution
Cross Platform Attribution beschreibt die Zuordnung von Conversions zu allen relevanten Berührungs Punkten in der Customer Journey, auch wenn diese auf unterschiedlichen Geräten oder Kanälen stattfanden. Ziel ist eine realistische Aussage darüber, welcher Kanal welchen Anteil am erzielten Ergebnis hat, statt den ganzen Erfolg dem letzten Klick zuzuschreiben.
Welche Modelle es gibt
Last Click Attribution rechnet die gesamte Conversion dem letzten Touchpoint vor dem Kauf zu, was historisch einfach, aber stark verzerrend ist. Linear Attribution teilt den Wert gleichmäßig auf alle Berührungs Punkte auf. Position Based Modelle gewichten Anfang und Ende stärker. Daten getriebene Modelle nutzen Algorithmen und Conversion Pfade, um Anteile dynamisch zu berechnen. Jedes Modell hat Vor und Nachteile und beeinflusst Budget Verschiebungen direkt.
Welche Heraus Forderungen es bei der Umsetzung gibt
Daten müssen kanal übergreifend erfasst und einer Person zugeordnet werden, was bei mehreren Geräten ohne Login schwierig ist. Cookies sind dafür immer weniger verlässlich, weshalb deterministische Identifier wie Login oder E-Mail Adresse zunehmend wichtig werden. Datenschutz Vorgaben begrenzen, was getrackt werden darf. Server seitiges Tracking, Daten Räume und Probabilistic Matching gewinnen an Bedeutung.
Praxis Hinweis
Perfekte Attribution gibt es nicht, weshalb es sinnvoller ist, mit mehreren Modellen parallel zu arbeiten und die Veränderungs Tendenz zu beobachten. Wer Budgets verschiebt, sollte die Auswirkung an inkrementellen Tests messen, etwa durch Geo Splits oder Hold Out Gruppen. So lässt sich beweisen, ob ein Kanal tatsächlich Wirkung erzeugt oder nur in Pfaden auftaucht, die ohnehin convertiert hätten.