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Nudging

Gezielte, aber sanfte Beeinflussung von Entscheidungen, ohne die Wahlfreiheit der Person einzuschränken.

Auch bekannt als: Behavioural Nudge, Stups Strategie

Nudging beschreibt gezielte, aber sanfte Beeinflussung von Entscheidungen, ohne die Wahlfreiheit der Person zu beschränken. Klassische Beispiele aus der Verhaltens Ökonomie sind Standardwerte in Formularen, automatische Spar Pläne oder die Platzierung gesunder Lebensmittel auf Augenhöhe in einer Kantine. Ziel ist es, gewünschtes Verhalten wahrscheinlicher zu machen, ohne Verbote einzuführen.

Wie ein Nudge aussehen kann

Im digitalen Marketing wirken Nudges über Voreinstellungen, Hinweise, visuelle Hierarchien oder soziale Signale. Beispiele sind aktivierte Optionen für Newsletter Abos, Hinweise auf knappes Restkontingent, Bewertungen anderer Käufer oder vorgeschlagene Standardprodukte. Wirksame Nudges sind transparent, verständlich und nehmen den Nutzer ernst, sie täuschen ihn nicht.

Wo die Grenzen liegen

Nudges können missbraucht werden, etwa als Dark Patterns, die Nutzer in Abschluss Prozesse drängen, die sie nicht wollen. Solche Tricks führen zu Vertrauensverlust, Kündigungen und im Zweifel zu rechtlichen Problemen. Sinnvolles Nudging hilft den Nutzern, eine gute Entscheidung zu treffen, und legt die Optionen offen, statt sie zu verbergen.

Im Marketing Alltag

Im Marketing Alltag tauchen Nudges in Formularen, Onboarding Strecken, Kaufabschluss Prozessen und auch in Mailings auf. Beispiele sind Standard Versandoptionen in Webshops, ein klarer Call to Action im E-Mail Layout oder Hinweise auf typische Auswahl Kriterien. Sauber eingesetzt steigern Nudges Conversion Raten, ohne den Nutzer zu manipulieren.