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Tool Calling

Fähigkeit eines Sprachmodells, definierte externe Funktionen oder APIs strukturiert aufzurufen, um Aktionen auszuführen oder Daten zu holen.

Auch bekannt als: Function Calling, Tool Use

Tool Calling beschreibt die Fähigkeit eines Sprachmodells, vordefinierte externe Funktionen strukturiert aufzurufen, statt nur Text zu erzeugen. Der Entwickler stellt dem Modell ein Schema mit Funktionsnamen und erwarteten Parametern bereit, das Modell entscheidet anhand der Nutzereingabe, welche Funktion mit welchen Argumenten sinnvoll ist, und gibt einen strukturierten Aufruf zurück.

Wie der Ablauf aussieht

Ein typischer Ablauf startet mit einer Nutzerfrage, die das Modell allein nicht beantworten kann, etwa eine aktuelle Wetterabfrage. Das Modell antwortet mit einem Tool Call, der die Funktion benennt und JSON Parameter mitliefert. Die umliegende Anwendung führt den eigentlichen Aufruf aus, etwa gegen eine Wetter API, und reicht das Ergebnis zurück an das Modell. Das Modell formuliert daraus eine natürliche Sprachantwort.

Häufige Anwendungsfälle

Tool Calling steckt hinter Chat Assistenten, die Termine in Kalendern anlegen, Webseiten durchsuchen, Datensätze in einem CRM ändern oder Dateien lesen. Auch komplexere Agenten Systeme nutzen das Muster, indem sie viele Tools registrieren und das Modell autonom entscheiden lassen, in welcher Reihenfolge welche Aktionen nötig sind. Wichtig sind dabei strikte Validierung der Parameter und Berechtigungs Checks auf Anwendungsseite.

Im Marketing Alltag

Marketing Anwendungen für Tool Calling reichen von Chat Bots im Kundenservice, die Bestellinformationen anzeigen, bis zu internen Assistenten, die Reports aus Analyse Daten generieren oder eine Kampagnen Vorlage befüllen. Wer das Konzept einsetzt, sollte die Tool Liste klein halten, jede Funktion sauber dokumentieren und alle Aktionen serverseitig prüfen, bevor sie ausgeführt werden.