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Usability

Maß für die Benutzerfreundlichkeit eines digitalen Produkts, gemessen an Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit der Nutzer.

Auch bekannt als: Benutzerfreundlichkeit, Gebrauchstauglichkeit

Usability beschreibt, wie gut Nutzer ein digitales Produkt verwenden können, um ein konkretes Ziel zu erreichen. Die internationale Norm ISO 9241 definiert dafür die Dimensionen Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit. Effektivität fragt, ob das Ziel überhaupt erreicht wird, Effizienz, mit welchem Aufwand, und Zufriedenheit, wie angenehm der Weg dorthin war.

Abgrenzung zu User Experience

Usability ist nicht identisch mit User Experience, sondern ein Teilbereich davon. Während Usability die reine Bedienbarkeit misst, umfasst User Experience auch emotionale Faktoren wie Vertrauen, Vorfreude, Stolz oder Verärgerung. Eine Seite kann technisch hoch usabel sein und trotzdem schlechte Erlebnisse erzeugen, wenn etwa der Markenton unangenehm ist oder das visuelle Erscheinungsbild abschreckt.

Wie sich Usability messen lässt

Übliche Methoden sind moderierte Nutzertests, in denen reale Personen Aufgaben am Prototypen erledigen, ergänzt um Heuristische Evaluation gegen Nielsens zehn Heuristiken. Quantitativ helfen Erfolgsquote, Bearbeitungszeit, Anzahl Fehlversuche und Fragebögen wie der System Usability Scale. Eine kleine Anzahl von fünf bis sieben Testpersonen pro Variante deckt erfahrungsgemäß den Großteil aller wesentlichen Probleme auf.

Im Marketing Alltag

Schlechte Usability einer Landingpage zeigt sich an hoher Absprungrate, niedriger Verweildauer und Fehlern beim Formularabschluss. Vor jeder Kampagne sollte daher die Landingpage gegen typische Aufgaben getestet werden, nicht erst nach Kampagnenstart. Auch in E-Mail Templates lohnt sich der Test, etwa bei langen Buttons, kleinen Tap Flächen oder versteckten Abmeldelinks, die rechtlich pflicht sind, aber häufig schwer zu finden gestaltet werden.